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I Stomaversorgung
Sowohl
das Darmstoma wie auch das Urostoma besteht immer aus
einer Basisplatte die auf der Bauchdecke aufgeklebt ist und einem daran
befestigten Beutel. Dieser dient der Aufnahme der Ausscheidungen. Man
unterscheidet ein- und zweiteilige Systeme. Bei den einteiligen Systemen sind
Basisplatte und Beutel fest miteinander verbunden und können nur gemeinsam
gewechselt werden. Das zweiteilige Versorgungssystem ermöglicht einen Verbleib
der Platte auf dem Bauch, wenn der Beutel aus Hygienegründen gewechselt wird.
Der
Hautbezirk rund um das Stoma wird nach dem Entfernen der alten Versorgung nur
mit Wasser und Kompressen gereinigt, danach das neue System aufgebracht. Mit
feinen Scheren oder Einmalrasierern können Haare entfernt werden.
Die
Verwendung einer konvexen Versorgung sorgt für ein höheres Maß an Abdichtung,
wenn beispielsweise ein Conduit in oder gar unter
Hautniveau angelegt wurde. Im Allgemeinen wird die Hautschutzplatte max. zwei
bis drei Tage auf der Haut belassen. Bei längeren Intervallen ist das Material
durch den Urin aufgequollen und schützt die Haut nicht mehr. Entzündungen der
Haut mit nachfolgender Vernarbung und auch aufsteigende Harnwegsinfekte
können die Folge zu seltener Versorgungswechsel sein.
Sport, Beruf und
sonstige Aktivitäten:
Ein
gut angelegtes Stoma schränkt das Leben kaum ein. Sport, Beruf und sexuelle
Aktivitäten sind ganz normal möglich. Um einer Hernie vorzubeugen, sollten
jedoch nicht wesentlich mehr als zehn Kilogramm gehoben werden. Sportarten mit
Körperkontakt wie beispielsweise Kampfsport gefährden das Stoma. Im Fachhandel
gibt es spezielle Bauchbinden, Schutzkappen und Schwimmgürtel, die das Stoma
und die Stomaversorgung bei Sport oder im Beruf
zusätzlich schützen können.
Eine
Schwangerschaft birgt für Stomaträgerinnen die
gleichen Risiken wie für jede andere Frau auch. Viele junge Stomaträgerinnen
erleben eine völlig komplikationslose Geburt. Einschränkungen gibt es hier nur
auf Grundlage der Vorerkrankung oder bei Anlage eines doppelläufigen Stomas.
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zuletzt
aktualisiert am Samstag, 18. Juli 2009