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Das
Urostoma ist eine chirurgisch
herbeigeführte, vorübergehende oder dauerhafte Ausleitung des Urins durch die
Haut zur Kontinuitätserhaltung der Harnableitung. Die entsprechende Operation
heißt Urostomie.
Die
Anlage eines Urostoma wird erforderlich, wenn das harnableitende System nicht
mehr in der Lage ist, Urin nach außen abzugeben. Dazu kann es beispielsweise
kommen, wenn die Harnblase als Reservoir nicht erhalten werden kann oder die
Harnwege geschädigt sind oder stillgelegt bzw. entfernt werden müssen. Mögliche
Ursachen hierfür können angeborene Fehlentwicklungen, Atresien, Stenosen der
Harnwege, Nervenschädigungen, Tumoren, aber auch erworbene Ursachen, wie
beispielsweise Folgen einer Strahlentherapie, eines operativen Eingriffs oder
auch Verletzungen sein.
Bei
der Versorgung einer Urostomie werden nur spezielle Urostomiebeutel mit
Ablassöffnung (so genanntes offenes System) verwendet, die zur
Vermeidung von Infektionen auch mit einer Rücklaufsperre versehen sein müssen.
Durch die Ablassöffnung am unteren Ende des Auffangbeutels wird der im Beutel
aufgefangene Urin entleert. Über Nacht sorgt die Verbindung mit einem
Nachtbeutel dafür, dass der Urostomiebeutel in horizontaler Körperhaltung leer
bleibt.
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zuletzt
aktualisiert am Samstag, 18. Juli 2009