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Wundversorgung

Aktive Wundversorgung

 

Die aktive Wundversorgung (auch Vakuumversiegelung) zur Wundheilung besteht aus einem Wundverschluss (Okklusion) in Kombination mit einem Abtransportsystem (Vakuum). Durch Ausübung eines Unterdruckes auf die Wunde wird der Wundverschluss erleichtert bzw. beschleunigt. Durch die Vakuumtherapie kann die Behandlungszeit verkürzt werden.

 

Mittels einer Pumpe wird ein kontrollierter, örtlich begrenzter negativer Druck in einer Wunde erzeugt und dadurch der Heilungsprozess in chronischen als auch akuten Wunden beschleunigt. Dies geschieht durch das Absaugen von Wundsekret und der damit einhergehenden Säuberung der Wunde. Ein bestehendes Wundödem wird verkleinert, sowie die Durchblutung in der Wunde gefördert. In weiterer Folge bildet sich Granulationsgewebe, und eine feuchte Wundbehandlung ohne den Stau von Wundexsudat ist gegeben. Der Unterdruck kann kontinuierlich, intermittierend oder konstant sein.

 

Vorteile:

• Da das System geschlossen agiert, kann das System mehrere Tage auf der Wunde bleiben, es entstehen theoretisch zumindest keine täglichen Verbandswechsel

• geschlossene Wundheilungsumgebung

• vermindert das Wundvolumen

• entfernt überschüssige Flüssigkeit sowie behinderndes Exsudat

• fördert die Granulation

• relative Keimfreiheit

• Komfortsteigerung für den Patienten (Geruch, Exsudat etc.)

 

Einsatzgebiete:

• Akute Wunden: Weichteildefekte, infizierte Wunden nach chirurgischem Debridement, Fixierung von Hauttransplantaten.

• Akute – Subchronische Wunden: Wundkonditionierung, lymphokutane Fisteln, sternale Wundinfektion, Thoraxwandfenster.

• Chronische Wunden: Dekubitus, Ulcus cruris, chronische Wundheilungsstörungen, Strahlenulcus etc. (vgl. Willy 2005, S. 18f).

• Weitere spezielle Anwendungsgebiete sind das Abdominelle Kompartmentsyndrom, septisches Abdomen und die Versorgung enteraler Fisteln.

 

 

 

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zuletzt aktualisiert am Montag, 10. August 2009