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Inhalation

Allgemeine Informationen

 

Obwohl die Inhalationstherapie schon seit mehr als 2000 Jahren bekannt ist, gelang ihr Durchbruch zu einer praktikablen Therapie erst in den späten 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Trotzdem wird nach Meinung vieler Experten der Heilerfolg noch immer unterschätzt. Dabei hat die Inhalationstherapie den Vorteil, dass beim Einsatz der Wirkstoffe, die direkt – ohne Umweg über den Verdauungstrakt - in die Atemwege appliziert werden, systemische Nebenwirkungen nahezu vollständig vermieden werden können.

 

 

Wichtig für den beabsichtigten Effekt ist die Partikelgröße, da diese die Eindringtiefe und damit den Wirkort bestimmt: So werden bei der Inhalationsszintigraphie Aerosole eingeatmet, die sich abhängig von der Partikelgröße im Bronchialsystem oder in den Alveolen ablagern, womit eine gestörte Lungenfunktion durch periphere Passagehindernisse (wie eine Schleimhautschwellung), vermehrtes Bronchialsekret oder Bronchialmuskelspasmen dokumentiert werden kann.

 

Bei der Dampfinhalation (als sog. Dampfteilbad) wird Wasser erhitzt und der entstehende Wasserdampf eingeatmet. Da der Tröpfchendurchmesser hier mehr als 30 Mikrometer beträgt, gelangen die Partikel nur bis in die Luftröhre, eine Anwendung zur Linderung von Beschwerden ist somit nur bei Erkrankungen im Bereich der oberen Luftwege sinnvoll. Oft werden ätherische Öle zugesetzt, wobei die Datenlage bzgl. eines gesicherten Nutzens spärlich ist.

 

Vaporisatoren (wörtlich Verdampfer) sind Geräte zur direkten Verdampfung von Wirkstoffen, ohne dass diese zuvor in Lösung gebracht werden.

Bei der Vernebler- oder Aerosolinhalation werden kleinere Tröpfchen mit einem Durchmesser von ca. 2–6 µm erzeugt, die bis in die unteren Atemwege (Lunge) reichen.

Bei der Trockeninhalation werden pulverisierte Wirk- und Zusatzstoffe eingeatmet. Eine richtige Anwendung der eingesetzten Geräte ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine Wirksamkeit dieser Therapieform.

 

 

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zuletzt aktualisiert am Dienstag, 11. August 2009